Hanf – Lebensmittel und CBD Produkte

Last updated: 12. January 2022

Hanf ist ein riesen Thema. Die robuste Pflanze bietet vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Die Verwendung von Pestiziden ist fast nicht notwendig und der Anspruch an den Boden ist gering. Allerdings muss der Anbau genehmigt werden. Dazu gibt es einen EU Sortenkatalog, in dem die zugelassenen Sorten aufgeführt sind. Dabei handelt es sich um Nutzhanf Sorten, in denen der THC Gehalt sehr gering ist. Eine Rauschwirkung dieser Produkte ist damit auszuschließen. Der THC Gehalt in den Nutz- oder Faserhanf Sorten liegt unter 0,2%.


Welche Hanfprodukte gibt es?

Hanfprodukte sind in verschiedenen Bereichen auf dem Markt, zum einen als Lebensmittel wie zum Beispiel als Hanföl für Salate, Hanfsamen als Zutat von verschiedenen Lebensmitteln oder als Nahrungsergänzungsmittel. Das Öl im Hanf enthält größere Mengen an ungesättigten Fettsäuren und gilt daher als gesund.


Darüber hinaus gibt es auch den rechtlich schwierigen Bereich der CBD Produkte. Sie werden als Öl oder als CBD haltige Kosmetika in den Verkehr gebracht.

Wie sind die Höchstmengen für THC?

Der Grenzwert von 0,2% THC in Hanf gilt für die Einstufung ob es sich um Nutzhanf handelt oder ob die Sorte unter das Betäubungsmittelgesetz fällt.

In der EU gibt es derzeit noch keinen einheitlichen Höchstwert für Lebensmittel. Die EFSA (europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit) hat für Lebensmittel aus Hanf eine akute Referenzdosis (ARfD-Wert) von 0,001 mg/kg Körpergewicht festgelegt. Anhand des ARfD-Wertes kann dann ausgerechnet werden, ob von dem Produkt eine Gefahr für den Verbraucher ausgeht.

Was ist CBD?

CBD (Canabidiol) gehört zu der Gruppe der Canabidoide und kommt in der weiblichen Hanfpflanze vor. Dieses Canabidoid ist nicht psychoaktiv und es werden ihm viele positive Eigenschaften nachgesagt. Nutzer berichten z.B., das Produkt würde entspannen und bei Schmerzen einen positiven Effekt haben. Bisher ist das wissenschaftlich noch nicht abschließend belegt.

Wieso sind die Produkte rechtlich schwierig?

In der EU ist CBD als Novel Food (neuartiges Lebensmittel) eingeordnet, dass bedeutet es war vor dem 15. Mai 1997 nicht nennenswert in der EU auf dem Markt und die EFSA (europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit) muss erst prüfen, ob von dem Produkt eine Gesundheitsgefahr ausgeht. Es wurden bisher viele Anträge gestellt, aber eine Entscheidung steht derzeit noch aus. Das führt dazu, dass die CBD Produkte nicht als Nahrungsergänzungsmittel oder Lebensmittel auf den Markt gebracht werden dürften. Das Bundesamt für Verbraucherschutz hat die Produkte als Lebensmittel als nicht verkehrsfähig eingestuft.

Die Produkte sind derzeit als Aromaöle, Kosmetika oder Duftöle auf dem Markt.

Ändert sich die rechtliche Lage für die CBD Produkte, wenn die neue Regierung THC legalisiert?

Nein, CBD fällt auch dann noch unter die Novel Food Verordnung und muss von der EFSA zugelassen werden.

Gibt es Schadstoffe in den CBD Ölen?

Ja, wir haben in den Ölen, die wir bei uns im Hause hatten, verschiedenste Schadstoffe nachweisen können. In den Vollspektrum Ölen (Öle die aus reinem gepressten Hanföl bestehen) scheinen die MOSH und MOAH Verbindungen ein Problem zu sein. Zudem waren in Einzelfällen hohe Konzentrationen an PAK nachzuweisen.

Bei den CBD Ölen, bei denen CBD Kristalle in anderem Öl gelöst werden, wurden auch schon höhere Konzentrationen von Pestiziden nachgewiesen.

Darüber hinaus zeigen unsere Messungen, dass der angegebene Gehalt an CBD häufig nicht stimmt.


Für weitere Informationen oder Analysen, nehmen Sie gerne Kontakt auf: mail@my-lab.com

Bitte beachten Sie: Es geht dabei ausschließlich um Nutzhanf /-produkte. Rauschhanf bzw. Medizinalhanf können wir nicht analysieren.


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