Leitungswasser und Brunnenwasser - Schwermetalle: Blei, Cadmium, Kupfer und Nickel

Analyse: anorganische Kontaminanten

Test zum Nachweis von Schwermetallen in Wasser

Blei, Cadmium, Kupfer, Nickel, Chrom, Arsen, Quecksilber und Zink sind die Schwermetalle, die am häufigsten im Trinkwasser vorkommen.

Blei

Das Blei im Trinkwasser stammt in den meisten Fällen aus den Leitungen. Manchmal können auch die Armaturen Blei enthalten. Heutzutage werden keine Leitungen aus Blei mehr verbaut, aber auch andere Metallrohre können Spuren von Blei enthalten. Bleirohre wurden bis Mitte der 70er Jahre häufig für Wasserleitungen in Gebäuden verwendet, danach wurden andere Materialien benutzt.

Blei ist ein Nervengift und es kann sich aus den Rohren herauslösen, wodurch es ins Trinkwasser gelangt. Als Nervengift ist es insbesondere für Schwangere und Kleinkinder gefährlich. Die Bleikonzentration ist besonders hoch, wenn das Wasser lange in den Leitungen steht. Es ist also anzuraten das Trinkwasser nach längerer Standzeit erst einmal ablaufen zu lassen. Dabei kann man sich an der Temperatur des Wassers orientieren. Man sollte das Wasser laufen lassen bis die Temperatur konstant kühl ist.

Um zu erkennen, ob sich im Haus Bleirohre befinden, lohnt ein Blick auf die Rohre. Blei ist ein relativ weiches Metall, das bedeutet man kann Bleirohre dadurch identifizieren, dass man sie an der Oberfläche leicht anritzen bzw. abschaben kann. Außerdem ist Blei silbergrau, klingt nicht hell metallisch wenn man dagegen klopft und ist sehr biegsam, was dazu führt dass es teilweise sehr kreativ verlegt wurde.

Der Grenzwert für Blei in Trinkwasser beträgt gemäß Trinkwasserverordnung (Stand 10.3.2016) 0,01 mg/L.

Cadmium

Cadmium kann als Verunreinigung in verzinkten Eisenrohren vorkommen. In seltenen Fällen auch als Verunreinigung in den Armaturen. Cadmium gehört zu den sogenannten Kumulationsgiften. Das bedeutet, es reichert sich im Körper an, besonders in der Niere. 

Der Grenzwert für Cadmium in Trinkwasser beträgt gemäß Trinkwasserverordnung (Stand 10.03.2016) 0,03 mg/L.

Kupfer

Heute werden häufig Kupferrohre oder verzinkte Stahlrohre verwendet. Zink ist ein lebenswichtiges Spurenelement und ist erst in hohen Dosen toxisch. In der Regel werden solch hohe Konzentrationen im Trinkwasser nicht erreicht. 

Kupfer ist ebenfalls ein lebenswichtiges Element. In höheren Konzentrationen führt Kupfer zu Magen- und Darmbeschwerden. Die Kupferkonzentration im Trinkwasser ist in frisch verlegten Leitungen höher als zu einem späteren Zeitpunkt. Mit der Zeit bildet sich in den Leitungen ein Schutzfilm, der ein weiteres Herauslösen minimiert.

Der Grenzwert für Kupfer in Trinkwasser beträgt gemäß Trinkwasserverordnung (Stand 10.03.2016) 2,0 mg/L. 

Nickel

Das Nickel im Trinkwasser stammt aus den Armaturen. Nickel kann der Auslöser für Allergien sein.

Der Grenzwert für Nickel im Trinkwasser beträgt gemäß Trinkwasserverordnung (Stand 10.03.2016) 0,02 mg/L. 

Zusammenfassung

Blei, Cadmium, Zink und Kupfer können aus den Rohrleitungen in das Wasser übergehen. Nickel befindet sich in den Armaturen bzw. in den Verbindungsstücken zwischen Armaturen und Rohrleitungen und kann von dort in das Wasser diffundieren.

Schwermetalle in Brunnenwasser

Häufig fehlen Informationen darüber, welche Schwermetalle sich im Boden befinden. Industrieanlagen oder Müllkippen in der Nähe können die Qualität des Brunnenwassers beeinträchtigen. Wird das Wasser zum Gießen der Pflanzen benutzt, gehen die Schwermetalle in die Pflanzen über und bei Nutzpflanzen in unsere Nahrung. Deshalb ist es sinnvoll, das Brunnenwasser analysieren zu lassen.

 

So geht's: 

 

 

Die nächsten Schritte:

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Analyse anorganische Kontaminanten
Probenmenge 40ml
Labor akkreditierter Unterauftragnehmer
Methode ICP-MS DIN EN ISO 17294-2

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