Schadstoffe in Buntstiften

Aktualisiert am: 5. Februar 2018

Schadstoffe in Buntstiften

 

Buntstifte sollen Spaß machen – dieser Spaß wird durch Schadstoffe getrübt

Das Ausmalen von Malbüchern ist längst nicht mehr nur ein Spaß für Kinder. Auch für Erwachsene gibt es seit ein paar Jahren immer mehr Malbücher. Sie sollen der Entspannung dienen, eine kleine Auszeit vom stressigen Alltag.

Im 2. Ökotestheft 2017 wurde ein Bericht zu der Qualität von Buntstiften veröffentlicht. Untersucht wurden 20 verschiedene Fabrikate.

Am Ende war leider nur ein Produkt mit der Wertung „sehr gut“ und eins mit der Wertung „gut“ dabei. Die restlichen Produkte haben schlechter abgeschnitten. Getestet wurde neben Deckkraft, Anspitzverhalten und Brüchigkeit auch kritische Inhaltsstoffe.

Es wurden sowohl die Lackierung außen als auch die Minen der Holzmalstifte analysiert. Dazu hat man eine Methode verwendet, die eigentlich für Kleidung gedacht ist. Hintergrund dazu ist, dass man davon ausgehen kann, dass die Stifte, gerade von Kindern, auch mal in den Mund genommen werden oder die Schadstoffe über schwitzige Hände aufgenommen werden können.

Also hat man versucht diese Bedingungen nachzustellen und dazu bot sich die Extraktion an, die normalerweise bei Textitilen angewandt wird. Getestet wurde auf Weichmacher, aromatische Amine, Schwermetalle und die schwarzen Stifte auch auf PAK.

Gefunden wurden Weichmacher und Weichmacher Ersatzprodukte, aromatische Amine und in den schwarzen Buntstiften auch PAK. Viele dieser Substanzen sind giftig, dazu im folgenden mehr:

Weichmacher

Weichmacher werden in den Buntstiften verwendet um die Mine geschmeidig zu halten oder sie werden bei der Lackierung zugesetzt, damit der Lack nicht so schnell absplittert. Einige Weichmacher wirken hormonell und schädigen die Fortpflanzungsorgane. An dieser Stelle sind besonders das Dibutylphtalat (DBP) und das Diisobutylphtalat (DiBP) zu nennen, welche beide zu der Gruppe der Phthalate gehören.

aromatische Amine

Die aromatischen Amine werden häufig aus Azofarbstoffen freigesetzt. Azofarbstoffe sind lichtecht, farbstabil und in vielen Farben erhältlich. Ausgangsstoff für die Synthese von Azofarbstoffen ist das Anilin oder andere am Benzolring substituierte Derivate. In den getesteten Buntstiften wurde öfter Anilin nachgewiesen.

Unter bestimmten Voraussetzungen kann der Azofarbstoffe die Ausgangssubstanz Anilin wieder freisetzen. Anilin ist ein starkes Blutgift. Es verbindet sich mit dem Hämoglobin, welches im Körper für den Sauerstofftransport zuständig ist und verändert das Molekül so, dass es keinen Sauerstoff mehr transportieren kann.

Polyaromatische Kohlenwasserstoffe

Polyaromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) gehören zu den Umweltgiften. Die Gruppe der PAK umfasst mehrere hundert Verbindungen. Viele dieser Verbindungen stehen in Verdacht, Krebs auszulösen.

Diese Analysen bietet my-lab International an:


Laboranalyse: Weichmacher / Phthalate (SVHC) in Material

Weichmacher / Phthalate (SVHC) in Material

MCSV1

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Laboranalyse: PAK (EPA) in Material

Material/Kunststoff/Textilien: PAK (EPA)

MPAH2

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Laboranalyse: aromatische Amine in Material

Aromatische Amine in Material

MAR01

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Bildnachweise

  • Titelbild | Quelle: my-lab International | Modifiziert von my-lab International