Kirschen – Warenkunde, Pestizide, Tips

 

Kirschenzeit

Es ist Kirschenzeit!

Kirschen sind lecker, süß, saftig und reich an Vitaminen, Mineralstoffen und wertvollen sekundären Pflanzenstoffen (Anthoycanen). Im Moment kann man die süßen roten Früchte überall kaufen. Häufig kommen sie aus der Türkei, Griechenland, Spanien, Italien und natürlich auch aus Deutschland. Sie gehören zu den Steinfrüchten. Ursprünglich waren sie in Asien beheimatet und wurden schon 74 v. Christus vom Feldherren Lukullus nach Italien gebracht. Von dort aus haben sie sich weiter verbreitet und sind heute in allen gemäßigten Klimazonen zu finden. 

Kirschen, sind ein sensibles Obst. Sie benötigt kalkhaltige Böden und die reifen Früchte vertragen keinen Regen. Für den direkten Verkauf werden sie mit der Hand gepflückt, weil sie sehr druckempfindlich sind. Kleinste Verletzungen der Schale führen zu einem schnellen Verderb. Frische Kirschen werden deshalb auch immer mit Stiel verkauft. Die arbeitsintensive Ernte erklärt auch den relativ hohen Preis den man für frische Kirschen bezahlen muss. Wird das Obst später industriell zu Marmelade o.ä. weiterverarbeitet, können die Früchte auch maschinell gepflückt werden. 

Was sollte man bei Kirschen beachten?

  • Kirschen reifen nach der Ernte nicht nach deshalb sollten nur reife Früchte gekauft/geerntet werden
  • Kirsche immer mit Stiel ernten dann halten sie länger und trocknen nicht aus
  • Kirschen vorsichtig transportieren um Schäden durch Druck zu vermeiden
  • Kirschkerne sollten nicht mit gegessen werden, weil sie Blausäure enthalten
  • Bei Verdacht auf Maden kann man die Früchte ca. 15 Minuten in lauwarmes Wasser legen, dann kommen die Maden heraus.

 

Gibt es Pestizide in Kirschen?

Leider ja. Die Kirschen aus dem Supermarkt sind häufig auch mit Pestiziden belastet.

Das Untersuchungsamt aus NRW hat von 2014-2016 wurden 205 Proben analysiert. Davon waren 92% mit Pflanzenschutzmitteln belastet. 70% der Proben enthielten mehrere Pestizide. Die Pestizidkonzentration von drei Proben lag über der Höchstmenge. Meistens handelt es sich dabei um Insektizide (wie Thiacloprid oder Acetamiprid) und Fungizide (wie Boscalid oder Tebuconazol). 

Hier eine Übersicht zu den Pestiziden in Kirschen: 

 

Fazit: Kirschen gehören zu einem guten Sommer untrennbar dazu. Sie sind sensibel und benötigen einen vorsichtigen Umgang. Wer sichergehen möchte, dass keine Pestizide enthalten sind sollte auf regionale Bio Produkte zurückgreifen.


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  • Titelbild + Beitragsbild | Quelle: my-lab International | Modifiziert von my-lab International