Schadstoffe in Babywindeln

Aktualisiert am: 30. Januar 2019



Kinder und Säuglinge sind besonders empfindlich. Aus diesem Grund sind die Grenzwerte für Schadstoffe in Spielzeug oder Babynahrung auch besonders niedrig. Jetzt hat die französische Behörde für Lebensmittelsicherheit, Umwelt- und Arbeitsschutz (Anses) einen Bericht zu Schadstoffen in Einwegwindeln herausgebracht.

Durchschnittlich werden pro Kind ca. 4000 Windeln innerhalb der ersten drei Jahre verbraucht. Den Löwenanteil machen dabei Einwegwindeln aus. Die französische Studie hat gezeigt, das in den Windeln eine Vielzahl von Chemikalien steckt.

Was wurde untersucht?

Untersucht wurden 19 gängige Windel Marken aus dem französischen Handel. Dabei wurden die Windeln direkt oder nach der Extraktion mit einer Urin-Ersatzflüssigkeit untersucht. 

Was wurde gefunden?

Gefunden wurde ein bunter Cocktail verschiedenster Chemikalien. Das Spektrum reicht von Duftstoffen über Formaldehyd und Glyphosat bis hin zu PCBs und Dioxinen; darunter ca. ein Dutzend Stoffe, die die zulässigen Grenzwerte überschreiten. Am häufigsten wurden Nonylphenol (17x) und Caprolactam (10x) nachgewiesen. 

Was sind das für Schadstoffe?

Nonylphenol – ist eine Chemikalie, die u.a. als Stabilisator von Kunststoffen zum Einsatz kommt. Außerdem ist sie in Wandfarben und Desinfektionsmittel eingesetzt worden. Diese Substanz ist  schwer abbaubar. Aufgrund seiner chemischen Ähnlichkeit mit Östrogen wird bei dem Molekül eine hormonähnliche Wirkung vermutet.

Caprolactam wird bei der Herstellung von Polyamid verwendet. 

Duftstoffe werden aus Marketing Gründen zugesetzt und können bei empfindlichen Personen zu Allergien führen.

Dioxine und PAKs sind Umweltgifte, die z.B. aus unvollständiger Verbrennung entstehen und mittlerweile überall in der Umwelt vorkommen können.

Glyphosat ist ein Totalherbizid, das auch in der Baumwollplantage zum Einsatz kommt.

Welche Maßnahmen wurden ergriffen?

Auch wenn sich dieser Strauß an Chemikalien sehr beängstigend liest, das akute Risiko wurde von den französischen Behörden als gering eingestuft. Trotzdem haben diese Chemikalien nichts in Babywindeln zu suchen. Die Hersteller wurden aufgefordert innerhalb von 15 Tagen Maßnahmen zu ergreifen um die Schadstoffe schnellstmöglich zu reduzieren oder vollständig zu eliminieren. 


Unsere Analysen in Babywindeln:


Alkylphenole / -ethoxylate in Material

Alkylphenole / -ethoxylate in Material

MCAL01

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Laboranalyse: Formaldehyd in Holz, Holzspielzeugen und Materialien

Material / Holz / Textilien: Formaldehyd

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Laboranalyse: PAK (EPA) in Material

Material: PAK (EPA)

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Analyse von my-lab: Kosmetik: 26 allergene Duftstoffe

26 allergene Duftstoffe

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