Alcohol denat in Kosmetikprodukten – Das bittere Gift

Alkohol Denat in Lebensmittel

In diesem Artikel erklären wir, was es mit Alcohol denat auf sich hat – ein Inhaltsstoff der häufig in Kosmetikprodukten zu finden ist.

Warum Alkohol in Kosmetika nützlich ist

Alkohol besitzt viele nützliche Eigenschaften, die sich die Kosmetik-Branche zunutze machen kann: mit Alkohol lassen Extrakte aus den jeweiligen Pflanzen ziehen, er wirkt ohne Allergien auszulösen ab einer Konzentration von 10% antimikrobiell und kann somit andere Konservierungsstoffe ersetzen.

Dennoch verzichten die meisten Hersteller auf Deutschland auf Alkohol, und verwenden stattdessen etwas, das auf der Packung allgemein als „Alcohol denat“ angegeben wird. Was hat es damit auf sich?

 

Warum wird meist kein Alkohol verwendet?

Der Grund, weshalb die meisten Kosmetikhersteller auf „normalen“ Alkohol verzichten, ist in einem Wort zu nennen: Steuerersparnis!

Die Sache ist nämlich die: Alkohol, den man theoretisch auch trinken kann, ist zu versteuern, und zwar nicht zu knapp. Das gilt auch, wenn er in Produkten verwendet wird, die nicht zum Verzehr gedacht sind, wie etwa Kosmetika.

Deshalb lohnt es sich für die Industrie aus finanzieller Sicht, den Alkohol zu „vergällen“, d.h. ihn mit Bitterstoffen anzureichern, damit er ungenießbar wird und nicht mehr als Genuss-Alkohol zu versteuern ist. Das Resultat wird dann, unabhängig vom Vergällungsmittel, als „Alcohol denat“ bezeichnet.

 

Was genau ist Alcohol denat?

Das Kritische an der Frage, woraus Alcohol denat sich zusammensetzt, ist, dass man das gar nicht so genau sagen kann, da es ein Oberbegriff für vergällten Alkohol ist. Womit der Alkohol vergällt wurde, weiß nur der Produzent.

Im Allgemeinen werden sehr oft Phthalsäureester, also Phthalate benutzt, genauer gesagt Phthalsäurediethylester (DEP). Um der Alkoholsteuer zu entgehen muss mindestens 0,5% davon beigemischt werden.

Diese Substanz wird übrigens auch als Weichmacher in Kinderspielzeugen benutzt und hat auch dort bereits für die eine oder andere hitzige Diskussion gesorgt.

Dementsprechend werden viele Phthalate in Anlage 1 der Kosmetikverordnung verboten. Dazu gehören:

  • Dibutylphthalat (DBP)
  • Bis-(2-ethylhexyl)-phthalat
  • Bis-(2-methoxyethyl)-phthalat
  • 1,2-Benzoldicarbonsäuredipentylester (verzweigt und linear)
  • n-Pentylisopentylphthalat
  • Di-n-pentylphthalat
  • Diisopentylphthalat
  • Benzylbutylphthalat (BBP)
  • 1,2-Benzoldicarbonsäure (auch bekannt als Phthalsäure , Di-C7-11, verzweigte und lineare Alkylester)

Viele der aufgeführten Mittel, insbesondere DEHP, stehen aufgrund zahlreicher Tierversuche im Verdacht negativen Einfluss auf die Fortpflanzungsfähigkeit zu haben. Ironischerweise wurde gerade dieses Mittel in der Vergangenheit besonders häufig in der Medizin verwendet, beispielsweise als Weichmacher in Schläuchen.

 

Keine Infos für Verbraucher

Abgesehen davon dass die Vergällung des Alkohols in Kosmetika schon an sich alles andere als optimal ist, bleibt aber das Problem, dass der Verbraucher hierzulande nicht ausreichend über die verwendeten Inhaltsstoffe aufgeklärt wird.

Leider ist es so, dass man nicht weiß ob sich hinter „Alcohol denat“ ein harmlos geltender Zusatzstoff oder eine gesundheitsschädliche Substanz verbirgt. Hier gilt es dringend nachzubessern. Der beste Weg wäre aber sicherlich, der Kosmetikindustrie zu ermöglichen, reinen Alkohol für die Herstellung ihrer Produkte zu verwenden. Das wäre aus gesundheitlicher Sicht für den Verbraucher der wünschenswerte Weg.

 

Was ist denn nun in meiner Kosmetik drin?

Wenn Sie Produkte besitzen, in denen Alcohol denat zu finden ist, können Sie diese Produkte bei uns analysieren lassen und so genau herausfinden, welche Substanzen der Hersteller verwendet
hat.


Laboranalyse: Kosmetik: Weichmacher/Phthalate

Kosmetik: Weichmacher/Phthalate

CCPH1

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Laboranalyse: Weichmacher in Lebensmitteln

Weichmacher in Lebensmitteln

FWM01

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