Zimt – Ceylon, Cassia, Cumarin

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02.12.2016 – Zimt in der Adventszeit

Es ist Adventszeit. Der Duft von Lebkuchen und Glühwein liegt in der Luft. Der Verbrauch von Zimt steigt in dieser Jahreszeit sprunghaft an.

Zimt wird aus der Rinde von Zimtbäumen gewonnen. Ursprünglich hat man den  Ceylon-Zimtbaum (Cinnamomum verum J. S. Presl) verwendet, heute wird auch die Rinde der Zimtkassie (Cinnamomum cassia) benutzt. Der Ceylon Zimt ist der „echte“ Zimt und ist immer noch ein edles und teures Gewürz.

Der „andere“ Zimt, der Cassia Zimt, oder auch „chinesischer Zimt“, ist günstiger und daher auch weiter verbreitet.

Geerntet wird das Gewürz nach der Regenzeit. Die verwendeten Triebe sind ca. zwei Jahre alt und nur wenige Zentimeter dick. Zunächst wird dabei die äußere Rinde entfernt. Anschließend wird die innere Rinde vorsichtig abgelöst, fermentiert und getrocknet. Beim Trocknen rollt sich der Zimt auf und es entstehen die typischen Zimtstangen.

Zimt hat eine wärmende Wirkung und es soll außerdem den Cholesterinwert senken. Möglicherweise sind es ja gerade diese Eigenschaften, weshalb der Zimt untrennbar mit der Winter- und Weihnachtszeit verbunden ist.


Laboranalyse: Cumarin in Lebensmitteln

Cumarin in Lebensmitteln

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Derzeit gibt es außerdem Studien, die Zimt eine positive Wirkung bei Diabetes zuschreiben.


Zimt enthält viele ätherische Öle und Cumarin.

Cumarin ist ein natürlicher Pflanzeninhaltsstoff und kommt neben Zimt auch in Waldmeister, Klee oder der Tonkabohne vor. Cumarin selber ist in größeren Mengen gesundheitsbedenklich. Cumarinderivate, also chemische Verwandte des Cumarins, werden als Rattengift (Rodentizide) eingesetzt.  Die Cumarin Gehalte in Cassia Zimt sind üblicherweise deutlich höher als im Ceylon Zimt. Der Ceylon Zimt gilt als unbedenklich.

Ob man den Cassia- oder Ceylon Zimt vor sich hat kann man die Zimtstangen relativ gut erkennen. Der Ceylon Zimt ist viel feiner als der grobe Cassia Zimt.

zimt cassia ceylon vergleich

Bei Zimtpulver ist es leider nicht mehr zu erkennen. Einige Hersteller deklarieren allerdings, welche Zimtart für das Gewürz verwendet wurde.

Die EU hat in der Aromenverordnung einen Höchstwert für „traditionelle und/oder saisonale Backwaren, bei denen Zimt in der Kennzeichnung angegeben ist“ (also zum Beispiel Zimtsterne), von 50 mg (Milligramm) pro kg festgelegt. Es wird außerdem vom BfR zu einem maßvollen Konsum geraten (vergl. Stellungnahme des BfR zum Thema Cumarin in Zimt, 2012).

Auch wenn ein maßvoller Genuss empfohlen wird, ist Zimt untrennbar mit der Winterzeit verbunden. Er gehört einfach dazu und somit wird uns der fantastische Duft von Zimt auch diesen Winter wieder begleiten.

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