Formaldehyd – Alle Infos zum Schadstoff

Formaldehyd Strukturformel

In diesem Betrag stellen wir uns 5 wichtige Fragen zum Schadstoff Formaldehyd:

  1. Was ist Formaldehyd?
  2. Wie giftig ist es?
  3. Gab es bereits Unfälle?
  4. Wie leistet man 1. Hilfe?
  5. Wo kommt es vor?

 

Was ist Formaldehyd? Was ist Formaldehyd?

Formaldeyhd, bzw. Methanal, ist ein gesundheitsschädliches Gas, das trotz seiner toxischen Eigenschaften aufgrund seiner vielseitigen Anwendbarkeit in etlichen Produkten vorkommt. Es ist farblos und zeichnet sich durch seinen stechenden Geruch aus.

Wie der Name bereits suggeriert, gehört Formaldehyd zur Stoffgruppe der Aldehyde – es handelt sich also um eine sauerstofforganische Verbindung. Der Präfix „Form“ kommt vom lateinischen „formica“, und bedeutet „Ameise“. Diese Namensgebung spielt darauf an, dass Methanal durch Oxidation zu Ameisensäure wird.

Da der Siedepunkt bei -19°C liegt, ist der Aggregatzustand des Stoffes stets gasförmig, wenn man sich nicht gerade in der tiefsten Antarktis aufhält. Der Schmelzpunkt liegt bei -117°C, weshalb man Formaldehyd unter natürlichen Bedingungen nicht in festem Zustand vorfinden wird.

Formaldehyd ist unter folgenden Namen bekannt:

  • Methanal
  • Methylaldehyd
  • Ameisensäurealdehyd
  • Ameisenaldehyd
  • Oxomethan
  • Formylhydrat
  • Formalin bzw. Formol (als Lösung mit Methanol)

 

Wie giftig ist Formaldehyd? Wie giftig ist Formaldehyd?

Um die Antwort zunächst einmal kurz zu fassen: Formaldehyd ist sehr giftig!

Wenn man von den Mengen bzw. Konzentrationen solcher Giftstoffe wie Formaldehyd in der Luft spricht, dann gibt man das in „ppm“ an. Das steht für „parts per million“, und 1 ppm entspricht 1,2 Milligramm pro Kubikmeter.

Den säuerlich stechenden Geruch kann man bei 0,5 ppm bis 0,125 ppm wahrnehmen, allerdings kann Formaldehyd schon ab 0,01 ppm, also unter der Geruchsschwelle, Reizungen der Augen hervorrufen. Ab 0,08 ppm kommen Reizungen der Nase hinzu, und ab 0,5 eine Reizung der Kehle.

Zum praktischen Vergleich: in einem ungelüfteten Raum vom 30 m³ Größe reicht das Rauchen von 3 Zigaretten dazu aus, um die Luft mit 0,5 ppm Formaldehyd zu verschmutzen.

Kommen wir nun zu den besorgniserregenderen Gesundheitsbelastungen: bei 2 ppm bis 3 ppm kommt es zu einem Stechen im Mund, Nase und hinterem Rachenbereich. Wer 4 ppm bis 5 ppm Formaldehyd in der Raumluft ausgesetzt ist, der wird sich nach spätestens einer halben Stunde äußerst schlecht fühlen und zudem einen Tränenfluss bemerken. Bei 10 ppm bis 20 ppm kommt es sofort zum Tränenfluss, der auch noch bei sauberer Luft bis zu einer Stunde anhalten kann. Weitere Symptome sind Atemnot, husten und ein starkes Brennen in Hals und Nase. Ab 30 ppm befindet man sich in Lebensgefahr, denn es bildet sich ein hochgiftiges Lungenödem, also eine toxische Flüssigkeitsansammlung in der Lunge.

Die EU Verordnung 1272/2008 (CLP-V) besagt nach einer Änderung vom 5. Juni 2014 (EU 605/2014), dass Formaldehyd von nun an als Carcinogen 1B sowie Mutagen 2 gekennzeichnet werden muss. Ersteres bedeutet, dass Formaldehyd jetzt offiziell als „wahrscheinlich krebserregend“ gilt, und Mutagen 2 besagt, dass es das Erbgut verändern kann.

Die krebserregende Wirkung wurde in amerikanischen Tierversuchen bereits an Ratten nachgewiesen, und durch Beobachtungen an Menschen, die regelmäßig Formaldehyd einatmen, ist man zu dem Schluss gekommen, dass Krebs im Mund- und Halsbereich durch Einatmung von Formaldehyd mit hoher Wahrscheinlichkeit begünstigt wird.

Wer generell häufig mit Formaldehyd in Kontakt kommt, kann sich Allergien und chronische Bronchialerkrankungen einfangen, auch bei niedrigeren Dosen. Außerdem kann es zu Augen- und Nasenirritationen kommen. Ebenfalls häufig vorzufinden sind chronische, allergische Hautreaktionen in Form von Ekzemen an den Händen und Armen.

Unfälle mit Formaldehyd Unfälle mit Formaldehyd

Seit Formaldehyd 1855 vom russischen Chemiker Alexander Michailowitsch Butlerow entdeckt und 1867 erstmal vom deutschen Chemiker August Wilhelm von Hofmann künstlich erzeugt wurde, gab es ein paar Unfälle, die historisch dokumentiert sind.

Diese sind in einer Präsentation des BfR aufgeführt, die man sich hier ansehen kann: Formaldehyd – Die Geschichte einer Chemikalie

So haben beispielsweise im Jahr 1900 zwei Männer (44 und 47 Jahre) versehentlich verdünnte bzw. konzentrierte Lösung zu sich genommen, und litten in der Folge an tiefer Bewusstlosigkeit, beschleunigter Atmung, Schwindel, Kopfschmerzen, Anurie und erhöhtem Puls. Beide konnten in der Klinik gerettet werden.

Weniger Glück hatte ein 30jähriger Mann 1912, als er eine 4prozentige Formalinlösung mit Whiskey verwechselte. Zwar konnte er in der direkten Folge durch eine Magenspülung gerettet werden, doch er starb dann 4 Wochen später an Appendizitis und Sepsis. Das Formalin hatte seinen Magen und die Speiseröhre langsam zersetzt.

Noch schneller erwischt hatte es 1913 einen Arbeiter, der versehentlich zur falschen Flasche griff, einen tiefen Schluck konzentriertes Formalin zu sich nahm, und 10 Minuten später verstorben war.

Erste Hilfe bei Unfällen mit Formaldehyd Erste Hilfe bei Unfällen

Die folgenden Erste-Hilfe-Tipps zu Unfällen mit Formaldehyd stammen aus der GETIS Stoffdatenbank des Instituts für Arbeitsschutz: Formaldehyd in der GETIS Datenbank

Wenn man Formaldehyd in die Augen bekommt, dann sollte man dazu wissen, dass man nicht auf Anhieb erkennen kann, wieviel Schaden angerichtet wurde. Das ganze Ausmaß wird erst im Laufe der nächsten Stunden und Tage sichtbar.

Deshalb ist es umso wichtiger, auch einen vermeintlich „leichten“ Unfall, der evtl. zunächst harmlos erscheint, nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Bei Augenkontakt muss man das unverletzte Auge bedecken, und das verletzte Auge weit geöffnet mindestens 10 Minuten unter fließendem Wasser halten. Dann sofort an einen Arzt wenden, der einen an einen Facharzt überweist.

Bei Hautkontakt sollte umgehend die Kleidung entfernt werden, falls diese ebenfalls etwas abbekommen hat. Dabei ist allerdings darauf zu achten, dass man die Kleidung nicht mit der Haut berührt – besser mit einem Tuch oder Handschuh entfernen.

Anschließend die entsprechenden Stellen unter fließendem Wasser halten, und dabei ärztliche Hilfe anfordern.

Bei Verletzung der Atmungsorgane muss der Verletzte sofort aus dem Gefahrenbereich gebracht werden, wobei auch hier darauf zu achten ist, dass man den Gefahrenstoff nicht selbst einatmet.

Dem Verletzten sollten man nun so schnell wie möglich Glucocorticoid-Dosieraerosol tief einatmen lassen. Sollte der Betroffene unter Atemnot leiden, so ist ihm Sauerstoff zuzuführen. Ist der Zustand des Betroffenen so schlimm, dass Bewusstlosigkeit droht, sollte man ihn in die stabile Seitenlage bringen. Selbstverständlich gilt auch hier, dass man unabhängig von der Schwere der Verletzung umgehend ärztlichen Rat einholt. Ein „Geht schon“ gibt es nicht!

Am gefährlichsten ist das Verschlucken von Formaldehyd bzw. Formalin. Der Betroffene sollte die Flüssigkeit umgehend ausspucken, und anschließend reichlich Wasser, oder besser noch Milch trinken. Ein Erbrechen sollte nicht erzwungen werden, aber sollte es doch dazu kommen, dann ist der Kopf des Betroffenen in Bauchlage tief zu halten – dadurch soll verhindert werden, dass der Schadstoff in die Luftröhre eindringen kann. Während des Wartens auf den Arzt darauf achten, dass der Betroffene nicht unterkühlt.

Wo findet man Formaldehyd? Wo findet man Formaldehyd?

Formaldehyd im Körper von Säugetieren und Menschen

Formaldehyd im Körper von Säugetieren und Menschen Im Körper

Auch wenn man es kaum glauben mag: Formaldehyd kommt im Stoffwechsel von Säugetieren (und somit auch beim Menschen) als Zwischenprodukt vor. Ein erwachsener Mensch produziert pro Tag etwa 50 Gramm, die dann direkt weiterverarbeitet werden. Allgemein haben Säugetiere pro Liter 2mg – 3mg Formaldehyd im Blut.

Diese Tatsache sollte jedoch nicht darüber hinweg täuschen, dass Formaldehyd äußerst gesundheitsschädigend ist, wenn es von außen zugeführt wird, sei es über die Atemwege oder durch Berührung.

Formaldehyd in der Natur

Formaldehyd in der Natur In der Natur

Formaldehyd kommt in sehr geringen Mengen an vielen Stellen in der Natur vor. Man findet es in Früchten (Äpfel, Weintrauben) genauso wie in der Atmosphäre selbst – allerdings ist der Anteil so gering, dass hier kein Gesundheitsrisiko besteht.

Etwas besorgniserregender wird die Menge da schon bei unvollständigen Verbrennungen, wie sie beispielsweise beim Rauchen von Tabak auftritt. So entsteht beim Rauchen einer Zigarette ca. 1,5mg Formaldehyd.

Formaldehyd in Spanplatten und Möbel In Spanplatten und Möbel

Irgendwie müssen verschiedene Holzbretter ja zusammen bleiben, und dies geschieht, indem man Leim benutzt.

Bis in den 80ern war in den meisten Leimen Formaldehyd enthalten, da die härtende Wirkung sehr gut für den Zusammenhalt genutzt werden konnte. Das Problem dabei: Formaldehyd dunstet langsam aus, gelangt so in die Raumluft, und von dort aus in die Atemwege der Bewohner. Beim Einatmen wurde Formaldehyd unlängst als „wahrscheinlich krebserregend“ eingestuft.

Für Spanplatten gibt es deshalb Emissionsklassen. In einer fest vorgeschriebenen Prüfkammer werden die Emissionswerte ermittelt, und das Produkt wird auf Basis des Ergebnisses einer Klasse zugeordnet.

  • E0 bedeutet, dass die Ausdünstung nicht höher ist als bei natürlichem Holz.
  • E1 dünstet maximal 0,1ppm aus.
  • E2 bis zu 1 ppm
  • E3 bis zu 2,3 ppm

In der EU sind für Innenmöbel nur die Klassen E0 und E1 zugelassen. E1 bedeutet logischerweise nicht, dass man saubere Luft hat. Es wird trotz der EU Zulassung empfohlen, Spanplatten der Klasse E1 auszutauschen oder zumindest mit speziellem Lack abzudichten, und entsprechende Möbel durch Massivholzmöbel zu ersetzen.

Beim Kauf von Spanplatten u.Ä. sollte man immer auf den Blauen Umweltengel achten. Dadurch ist sichergestellt, dass kein Formaldehyd verwendet wurde.

Formaldehyd in Kleidung In Kleidung

Bei der Herstellung von Kleidung wird Formaldehyd oftmals zur sog. „Hochveredelung“ eingesetzt. Das Ziel: die Formbeständigkeit soll erhöht werden, Knitter- und Krumpfverhalten soll so eingeschränkt werden.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) gibt in einer Stellungnahme vom 06.07.2012 an, dass Verbraucher weder über die Atemwege noch über den Hautkontakt einer Gefahr ausgesetzt seien – die die verwendeten Mengen seien zu gering. Dem ist allerdings entgegenzusetzen, dass die Wirkung bei Hautkontakt noch gar nicht ausreichend untersucht wurde. Hier also einen Grenzwert festzulegen ist eher eine gewagte These als eine belegbare Tatsache. Nur eine Analyse der Textile kann tatsächlich Sicherheit schaffen. Mehr Infos: Stellungnahme des BfR über die Problematik von Bekleidungstextilien

Die bekannte Umweltorganisation Greenpeace hat mit der Detox Kampagne die Hersteller zum Handeln gezwungen. Viele Modehersteller haben sich bereits jetzt zur Schadstofffreien Herstellung verpflichtet. Den aktuellen Status, den Sie unbedingt in Ihre Kaufentscheidungen einfließen lassen sollten, sehen Sie hier: Der Greenpeace Detox Catwalk 

Die Detox Kampagne setzt sich für eine Schadstofffreie Herstellung von Kleidung ein und dies schließt das Formaldehyd selbstverständlich mit ein.

Bei den von Greenpeace beanstandeten Chemikalien handelt es sich jedoch um Phthalsäureester, Alkylphenolethoxylaten (APEO) und Perfluorcarbone (PFC), die bei der Herstellung der Textilien zu extremen Umweltbelastungen des Abwassers führen – ein direkter Zusammenhang zwischen dem Detox Catwalk und zum Formaldehydgehalt besteht also nicht.

Formaldehyd in Geschirr und Küchenutensilien In Geschirr und Küchenutensilien

Aus Formaldehyd und Melamin werden Melaminharze hergestellt, die man verwendet, um Geschirr und Küchenutensilien bruchsicherer zu machen. Bei Temperaturen über 70°C können sowohl Melamin- als auch Formaldehydgase freigesetzt werden. Besonders kritisch wird es ab 100°C.

In einer Stellungnahme vom 09.03.2011 weist das Bundesinstitut für Risikobewertung deshalb nachdrücklich darauf hin, dass man Besteck, Geschirr usw. aus Melaminharzen nicht zum Kochen, Braten oder in der Mikrowelle benutzen sollte. Hier können Giftstoffe freigesetzt werden und in die Lebensmittel übergehen, außerdem können die freigesetzten Gase eingeatmet werden. Die mögliche Expositionsmenge bewertet das BfR als gesundheitliches Risiko.

Allerdings: die Benutzung bei leichter Erhitzung, z.B. beim Einfüllen heißer Getränke oder bei kalten Speisen wie Salaten sieht das BfR als gesundheitlich unbedenklich an.

Da es keine Kennzeichnungspflicht für Melaminharzprodukte gibt, sind Sie als Verbraucher auf die Ehrlichkeit der Hersteller angewiesen. Wenn Sie auf der Verpackung oder den Utensilien beispielsweise den Hinweis finden, dass das Produkt nicht über 70°C erhitzt bzw. in der Mikrowelle verwendet werden sollte, dann kann das ein Hinweis darauf sein, dass bei höheren Temperaturen gesundheitsschädliche Stoffe austreten können.

Mehr Infos hier: Stellungnahme des BfR zu Melamin und Formaldehyd in Geschirr und Küchenutensilien

Formaldehyd in Kosmetik In Kosmetik

Formaldehyd kommt in unterschiedlichen Kosmetikprodukten vor, mal als Konservierungsstoff, und mal als Wirkstoff. Da es stets Alternativen ohne Formaldehyd gibt, raten wir vom Kauf eines formaldehydhaltigen Produktes ab.

Da es unter einem Formaldehydgehalt von 0,1 Prozent keine Kennzeichnungspflicht gibt (wenn es als Konservierungsmittel und nicht als Wirkstoff benutzt wird), können Sie nur mit einer Analyse ihres Kosmetikproduktes sicherstellen, dass kein Formaldehyd vorhanden ist.

Übrigens ist Formaldehyd seit dem 1.1.2016 in Kosmetikartikeln nicht mehr erlaubt, da es offiziell als Gefahrenstoff eingestuft wurde. Dies gilt allerdings nicht für sog. Formaldehydabspalter, die weiterhin Formaldehyd freisetzen können. Außerdem kommt die Tatsache hinzu, dass sich kaum ein Mensch an diese Verordnung zu halten scheint. Wenn Sie sich z.B. diesen Artikel ansehen, dann können Sie auf der Packungsrückseite nachlesen, dass es Formaldehyd enthält – und trotzdem frei verkäuflich ist: OPI Nail Envy Original 1er Pack

 

Im Folgenden gehen wir zu typischen Kosmetikprodukten mit Formaldehyd ins Detail.

Formaldehyd in Nagelhärter In Nagelhärter

Die härtende Eigenschaft des Formaldehyds eignet sich natürlich besonders gut als Wirkstoff für Nagelhärter. Schade nur, dass der Stoff hochgiftig ist, und auch nicht unbedingt nur im Nagelhärter bleibt. Er kann ausdunsten und dadurch über Atemwege in den Körper gelangen.

Durch das Berühren von Nahrungsmitteln kann die Chemikalie außerdem direkt ins Essen übergehen.

In der EU sind Nagelhärter mit einem Formaldehydanteil von höchstens 5% zugelassen. Wir raten vom Kauf dieser Produkte dennoch ab, insbesondere da es formaldehydfreie Alternativen gibt, wie den ZAO Nagelhärter 635.

Formaldehyd in Haarglättungsmitteln In Haarglättungsmitteln

Haarglättungsmittel mit Formaldehyd sind in der europäischen Union nicht zugelassen, können jedoch problemlos sowohl von privaten Verbrauchern als auch von gewerblichen Frisören aus dem Ausland bezogen werden.

Formaldehyd hat bei Hautkontakt ein hohes allergenes Potential, und bei der Erhitzung mit dem Glätteisen werden außerdem gesundheitsschädliche Formaldehydgase freigesetzt. In einer Stellungnahme vom 17.11.2010 rät das BfR dringend von dem Import formaldehydhaltiger Haarglättungsmittel ab: Stellungnahme des BfR zu Formaldehyd in Haarglättungsmitteln

Stellen Sie also beim nächsten Friseurbesuch zum Haare Glätten unbedingt sicher, dass das vom Friseur verwendete Produkt kein Formalaldehyd enthält. Bedenken Sie: nicht nur Sie als Kunde sind dem Giftstoff ausgesetzt, sondern auch der Friseur selbst.

Das CVUA Karlsruhe hat errechnet, dass bei der Verwendung eines formaldehydhaltigen Haarglättungsmittels in einem Raum von 24m³ 5ppm (parts per million) erreicht werden – das entspricht der fünfzigfachen Menge der lauf BfR und dem ehemaligen Bundesgesundheitsamtes abgegebenen tolerierbaren Luftkonzentration (0,1ppm). Die Weltgesundheitsorganisation WHO gibt mit maximal 0,08ppm sogar einen noch tieferen save-level-Wert an. Auch der MAK Wert (maximale Arbeitsplatzkonzentration) liegt mit 0,3ppm weit darunter.

 

Formaldehyd in Holzspielzeug In Holzspielzeug

Holzspielzeuge aus Spanplatten oder Sperrholz (wie z.B. Holzpuzzle) werden oftmals mit formaldehydhaltigem Kunstharz verleimt. In einer Stellungnahme vom 13. 11.2007 kritisiert das Bundesinstitut für Risikobewertung vor allem die großen Differenzen bei den Ergebnissen verschiedener Analysemethoden.

Wird ein Spielzeug mit einer länger dauernden Analysemethode auf Formaldehyd überprüft, z.B. über einen Zeitraum von 25 Stunden, dann erhält man wesentlich höhere Ergebnisse als mit ebenfalls gängigen 3-Stunden Analysen.

Generell gilt die Forderung des BfR, dass höchstens 10% der Raumluftbelastung vom Spielzeug ausgehen sollten. Dennoch bleiben viele Fragen offen; selbst über die Zusammenhänge der unterschiedlichen Ergebnisse ist man sich uneinig. Mehr Infos: Forderung des BfR

Um hier sicherzustellen, dass Ihr Kind beim Spielen keinen toxischen Gasen ausgesetzt ist, sollten Sie formaldehydfreie Spielzeuge kaufen oder häufig benutze Spielzeuge auf Formaldehyd analysieren lassen. (Anmerkung: Da das Spielzeug für die Analyse beschädigt werden muss ist Formaldehyd freies Spielzeug sicherlich die bessere Alternative.)

Folgende Analysen zu Formaldehyd finden Sie in unserem Portal:


Laboranalyse: Formaldehyd in Holz, Holzspielzeugen und Materialien

Material / Holz / Textilien: Formaldehyd

MCF05

Für Privatkunden

Für Businesskunden

Für Laborkunden


Laboranalyse: Formaldehyd in Kosmetikprodukten

Kosmetik: Formaldehyd

CCF05

Downloads:

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Für Laborkunden


Bildnachweise